Aufforsten gegen die Klimaerwärmung
Der japanische Autohersteller Toyota unterstützt eine Pflanzaktion auf den Philippinen. Damit zeigt Toyota erneut sein Bestreben, die durch Autos entstehenden Umweltbelastungen (wie den erhöhten CO2-Ausstoss) auszugleichen, bzw. diesem wenigstens entgegenzuwirken.
Auf den Philippinen hat eine großflächige Aufforst-Aktion begonnen, mit der einerseits die Klimaerwärmung bekämpft, andererseits für die Bewohner eine nachhaltige Existenzgrundlage geschaffen werden soll. Die Toyota Motor Corporation, die bereits ähnliche Projekte in China erfolgreich durchgeführt hat, unterstützt das Projekt auf den Philippinen durch organisatorische Hilfe und durch die komplette Finanzierung in Höhe von rund einer Million Euro.
Auf einer Fläche von rund 1.700 Hektar sollen bei der Aktion in den nächsten drei Jahren Bäume gepflanzt werden, die einerseits das Treibhausgas Kohlendioxid speichern und andererseits mit vermarktbaren Früchten den Bewohnern der Region eine wirtschaftliche Existenzgrundlage sowie mit Feuerholz eine dringend benötigte Energiequelle liefern.
“Gemeinsame Sache” mit dem Umweltministerium
Die Aufforstung wird gemeinsam mit dem philippinischen Umweltministerium, der Kommune Peñablanca, rund 500 Kilometer nördlich von Manila, und der Umweltschutzorganisation Conservation International organisiert. Auf den Philippinen ist die Umwelt in den letzten Jahrzehnten besonders drastisch durch Brandrodungen und Feuerholzeinschlag geschädigt worden. Drei Viertel aller Wälder sind in den letzten hundert Jahren verloren gegangen. Die Region von Peñablanca wurde durch die Zerstörung der Wälder besonders stark von Überflutungen und Bodenerosion heimgesucht.
Mögliche Verlängerung des Projekts
Gegenwärtig laufen Gespräche, ob das Projekt noch einmal um zwei Jahre verlängert und damit eine Aufforstungsfläche auf insgesamt 2.500 Hektar ausgedehnt werden soll. Experten schätzen, dass damit jährlich rund 1,8 Tonnen Kohlendioxid aus der Atmosphäre in den Bäumen gespeichert werden können. In der Region Peñablanca wird nicht nur der Wald wieder hergestellt. Ziel der Aktion ist es ebenso, durch Pflanzen von Fruchtbäumen, wie Mango oder Kakao, den Menschen nachhaltige Einkommensmöglichkeiten zu schaffen, ohne dass sie durch Brandrodungen und Wanderung weitere Waldflächen zerstören müssen.
Lerneffekt: Einbeziehung der Einheimischen
Ein Teil der Anpflanzungen – vor allem schnell wachsende Bäume – sind zur Nutzung als Feuerholz bestimmt, in vielen Gegenden die einzige verfügbare Energiequelle. Bei der Pflanzaktion werden die Einheimischen gezielt mit einbezogen. Gleichzeitig finden Schulungen statt, die ihnen eine Umstellung auf nachhaltige Formen der Bodenbewirtschaftung erleichtern. Die Pflanzungen werden von der Umweltschutzorganisation Conservation International vorgenommen, die sich vor allem die weltweite Erhaltung der Biodiversität zum Ziel gesetzt hat.
Ausgleich für Kohlendioxid-Produktion durch Autos
Der Automobilhersteller Toyota Motor Corporation unterstreicht mit der Aktion sein Engagement für die Erhaltung der Umwelt. So lange Motoren von Kraftfahrzeugen zwangsläufig Kohlendioxid erzeugen, sieht Toyota die Notwendigkeit, so viel wie möglich für eine dauerhafte Speicherung des Treibhausgases zu tun, etwa durch Unterstützung von sozial angepassten Aufforstungsaktionen wie auf den Philippinen.
Forschungsarbeit für Hybridtechnologie
Daneben investiert Toyota enorme Mittel für Forschungsarbeiten, um Autos so umweltfreundlich wie möglich zu betreiben. Ein Beispiel ist die Hybridtechnologie, die rund 25 Prozent Kohlendioxid gegenüber herkömmlichen Antriebstechniken einspart. Toyota hat das erste Serienfahrzeug mit Hybridantrieb weltweit auf den Markt gebracht und ist inzwischen mit über einer Million verkauften Hybridfahrzeugen vom Typ Prius weltweit Marktführer in dieser Technologie.
Kommentar: Unterstützung von Aufforstungsprojekten sind sehr wichtig. Noch wichtiger als die Aufforstung selbst, ist es allerdings, die Bevölkerung vor Ort mit einzubeziehen. Denn “ein paar Bäume pflanzen” ändert die Verhältnisse nicht, aber den Menschen die Wichtigkeit einer umweltverträglichen Bewirtschaftung vor Augen zu führen und ihnen Ideen, Mittel und Pläne an die Hand zu geben, um das auch in Zukunft zu realisieren, ist unbezahlbar.
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